Entgiftung und Darmsanierung

Schwermetall-Entgiftung

Dass es – um Krankheiten zu heilen bzw. zu verhindern – unablässig ist, den Körper von
Schwermetallbelastungen zu befreien, hat die Neural-Kinesiologie mittlerweile auch wissen-
schaftlich nachgewiesen. Schwermetalle und nicht selten durch Vergiftungen entstandene
neurologische Störungen und Allergien blockieren das gesamte Körpersystem in der Art, dass
der Körper nicht mehr in der Lage ist, das „Ruder herumzureißen“ und sich selbst davon zu
befreien. In der Therapeutensprache spricht man dann von „Blockaden“ Genauso gut könnte
man sagen: Ohne Schwermetall-Entgiftung geht es manchmal auch mit einer erfolgreichen
Therapie nicht mehr weiter.
Unter den Schwermetallen steht das Amalgam mit dem schon in kleinsten Dosen toxischen
Quecksilber an erster Stelle, wurde es doch lange Zeit (zum Teil sogar immer noch) in der
Zahnmedizin als preiswertes Füllmaterial verwandt. Mittlerweile zeigen sich die (Langzeit-)
Folgen: Schwermetallbelastete Mütter bekamen und bekommen Babys, bei denen sich schon
in den ersten Lebenswochen, -monaten und -jahren Vergiftungserscheinungen bemerkbar
machen: Die Kinder sind überdurchschnittlich unruhig, anfällig und manchmal höchstgradig
allergisch. In der Homöopathie versuchte man schon lange, jegliche Körpergifte ausleiten,
was aber nur teilweise gelang. So ist nach neueren Erkenntnissen die Ausleitung einer Ver-
giftung durch Metalle, Schwermetalle und andere toxische Stoffe am effektivsten und zuver-
lässigsten über eine Ausleitungskur mit der Grünalge Chlorella pyrenoidosa zu erreichen.
Wenn Dosierung und Einnahmezeitraum (manchmal viele Monate) kinesiologisch ausgetestet
sind, wird Chlorella als die (was Schwermetalle anbelangt) bindungsfähigste Grünalge mit
Koriander und Bärlauch kombiniert, um die Gifte aus Bindegewebe und Gehirn herauszu-
lösen und mit Hilfe der Alge auszuleiten.
Dabei kommt es vor allem auf die fachgerechte Zusammenstellung einer solchen Kur an,
denn der Körper ist während der Entgiftungszeit einer hohen Belastung ausgesetzt, selbst
wenn viel Wasser getrunken und regelmäßig ausgeruht wird. Im akuten Krankheitsfall ist
deshalb von einer derartigen Entgiftung abzusehen. Auch hier entscheidet der kinesiologische
Muskeltest zuverlässig über den geeigneten Zeitpunkt und -raum. Meist sind darüber hinaus
vorbereitende Maßnahmen erforderlich, damit der/die PatientIn ohne die oft beschwerlichen
Entgiftungssymptome spürbare Erfolge erfährt. Ist dies alles berücksichtigt, kann - vor allen
anderen - die Grünalge Chlorella zu einem unverzichtbaren und hilfreichen Begleiter auf dem
Weg in ein gesünderes Leben werden.

Symbioselenkung/Probiotik

Die Symbioselenkung gilt als eine nebenwirkungsarme Therapie, die den Körper entlastet,
entgiftet und den immunologischen Status generell verbessert. Sie basiert auf den ersten
Versuchen einer Symbioselenkung 1917 durch Alfred Nissle, der mit dem harmlosen Darm-
keim „Escherichia coli“ bei Durchfallerkrankungen erste Erfolge erzielte. Heute versteht man
unter Symbioselenkung ein gezieltes Eingreifen durch spezielle bakterielle Produkte, um die
Besiedelung des Darms mit Bakterien und Pilzen (insbesondere nach Antibiotika-Einnahme)
zu normalisieren. Oft wird dabei auch der Begriff „mikrobiologische Therapie“ verwandt. Im
engeren Sinne bezeichnet dies die Gabe von lebenden und/oder abgetöteten Bakterien oder
deren Bestandteilen zu therapeutischen Zwecken und mit dem Ziel, das Immunsystem so zu
stärken, dass der Organismus Krankheiten abwehren oder bestehenden Krankheiten besser
entgegenwirken kann (Verstärkung der Selbstheilungskräfte). „Probiotika“ sind dabei Präpa-
rate oder Lebensmittel, die (gesunde) Bakterien enthalten, „Prebiotika“ sind Stoffe, die das
Wachstum bestimmter Bakterien gezielt stimulieren.

Darmsanierung nach Hildegard von Bingen

In der Hildegard-Medizin werden die durch Ernährungsfehler, Umweltgifte, Krankheits-
erreger und auch durch seelische Faktoren mit verursachten „schlechten Säfte“ durch ver-
schiedene Reinigungsverfahren aus dem Körper ausgeleitet. Hildegard von Bingen bedient
sich dabei einer sanften Darmsanierung mit Rezepturen, die sich auch bei chronischen
Erkrankungen bewährt haben. Die im Jahr 1098 geborene Adelstochter und spätere Äbtissin
hinterließ eine umfangreiche Heilkunde und schrieb verschiedene Bücher, eines davon über
„die Ursachen und die Behandlung der Krankheiten“. Darin empfiehlt sie eine Ernährung auf
der Grundlage einer natürlichen und einfachen Kost mit bestimmten Gewürzen, deren Heil-
wirkung sie genau beschrieb. Eine völlig natürliche und sanfte Möglichkeit, den Körper zu
entschlacken, bietet zudem das Fasten nach Hildegard von Bingen. Der bewusste Verzicht auf
belastende Nahrungsmittel und maßvolles Genießen von Hildegard-Lebensmitteln entlastet
den Stoffwechsel und unterstützt den Organismus beim Regenerieren. Sprechen Sie mich
darauf an, wenn Sie in dieser Hinsicht von mir angeleitet werden wollen.

Leber- und Gallenblasenreinigung

Die ursprünglich von der amerikanischen Ärztin Dr. Hulda R. Clark in den 90er Jahren des
20. Jahrhunderts entwickelte Leber- und Gallenblasenreinigung ist in vereinfachter Version
zurück und verhilft vielen Menschen, ihre Gesundheit mithilfe einer leicht durchführbaren
und in der Regel gut verträglichen Reinigungskur zu verbessern. Hatte Dr. Hulda Clark noch
speziell die Befreiung des Organismus von jeder Form parasitärer Belastungen im Blick, so
vermittelt der neue Ansatz eines amerikanischen Bestsellerautors ein tieferes Verständnis der
Ursachen von Gallensteinen in der Leber und in der Gallenblase und erörtert die Gründe, wa-
rum Steinleiden als Ursache für die meistverbreiteten Krankheiten der modernen Zeit ange-
sehen werden können. Auch hierbei ist es sinnvoll, mittels kinesiologischem Muskeltest den
Zeitpunkt der Kur zu ermitteln und auch die Kur selbst individuell anzupassen.

Isopathische Darmsanierung

Die Isopathische Darmsanierung geht zurück auf Prof. Dr. Enderlein (1872 - 1968), der -
wie Samuel Hahnemann als Gründervater der Homöopathie - mit seinem Konzept der körper-
eigenen Grundstoffe (Isopathika) ebenfalls zu den Pionieren in der Naturheilkunde gehört.
Enderlein ging davon aus, dass 80 Prozent aller Menschen von latenten Darmallergien infolge
eines gestörten Darmmilieus betroffen seien. Mittlerweile gilt das sogar für nahezu 100 Pro-
zent, zumindest in unserer westlichen Konsumgesellschaft und im Zeitalter der Antibiotika-
Therapie. Dass ein gestörtes Darmmilieu ein instabiles Immunsystem nach sich zieht, spielt
eine entscheidende Rolle, wenn es um die Stabilisierung der Körperfunktionen geht. Die von
Prof. Dr. Enderlein entwickelten isopathischen Medikamente bauen über ein System von vier
Stufen ein gesundes Darmmilieu dergestalt auf, dass die pathogenen (krankmachenden)
Keime und Pilze inaktiviert oder auch in nicht pathogene Formen zurückgeführt werden.
Voraussetzung dabei ist es allerdings, den Darm während der Kur durch eine Diät zu entlasten,
damit das neue Darmmilieu Schritt für Schritt auf gesunden körpereigenen Grundstoffen
aufbaut werden kann. Mit Hilfe des kinesiologischen Muskeltests lässt sich auch hierbei
herausfinden, ob die Isopathie die für den Patienten ideale Methode ist. So kann auch eine
andere Form der Darm-Reinigung angezeigt oder ein völlig anderer Therapieschritt primär
sinnvoll und/oder notwendig sein (siehe unten).

Darm-Reinigung nach Gray

Der Ernährungswissenschaftler Robert Gray entwickelte vor über 20 Jahren ein Darmreini-
ungsprogramm, das zum Ziel hat, die Darmwände auf sanfte Art zu reinigen und die körper-
eigenen Darmbakterien zu vermehren, anstatt neue einzupflanzen. Er fand drei Mischungen
aus Kräutern und Pflanzenteilen, um die Folgen alter Ernährungsfehler zu korrigieren. Diese
machte Robert Gray für Fehlfunktionen von Dünn- und Dickdarm verantwortlich. Seine
Darm-Reinigung fördert zunächst das Entfernen von Schlacken und Speiseresten aus dem
Magen-Darm-Trakt. Sie sorgt für die Regeneration der „freundlichen“ Darmbakterien und
stellt das Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Bakterienstämmen wieder her. Neben
der Darmperistaltik verbessert sich auch die Resorptionsfähigkeit von Dünn- und Dickdarm,
so dass die lebenswichtigen Funktionen vom Darm wieder in vollem Umfang bewältigt
werden können. Auch hierbei gilt es unbedingt abzuklären, ob die Darm-Reinigung nach
Gray
die ideale therapeutische Vorgehensweise ist (über kinesiologische Austestung). In der
Praxis erfordert die körperliche Aufbautherapie meist im Anschluss noch eine Schwermetall-
Ausleitung.

Diätetik

Je nach Krankheitsbild und individueller Belastbarkeit kann es notwendig werden, dem
Körper vorübergehend bestimmte Nahrungsmittel zu entziehen. An erster Stelle zu nennen
sind hierbei die Allergieerkrankungen, die sich manchmal auch „verdeckt“, beispielsweise in
Form von Depressionen oder Hyperaktivität, äußern. Die Haupt-Allergene werden dabei
zuerst über den kinesiologischen Muskeltest ermittelt. Nun findet man heraus, ob und welches
Allergen der Patient wie lange meiden muss. Der Muskeltest erteilt auch Auskunft darüber,
wann eine Allergie – etwa mit Hilfe von Releasing – in ihrem tieferen Zusammenhang mit
den Lebensvollzügen eines Menschen (oder auch des Familiensystems) aufgelöst werden
kann. Sind die Haupt-Allergene durch diese Behandlungsmethoden bis in ihre Entstehung
hinein rückwirkend gelöscht, verschwinden in der Regel auch die bisher zutage getretenen
Beschwerden. Die restlichen (Sekundär-) Allergene sprechen danach meist erfolgreich auf
eine Bioresonanz-Therapie an (die sich in vielen Fällen dann aber sogar erübrigt).

Weitere Gründe für eine personenbezogene Diätetik können körperliche Erkrankungen sein,
die es nötig machen, die Heilung auch über individuelle Ernährungsregeln zu unterstützen.
„Der Körper lügt nicht“, hatte schon John Diamond in der Entstehungszeit der Kinesiologie
als bahnbrechende Erkenntnis (in seinem gleichnamigen Buch – VAK-Verlag) nachgewiesen.
Und so ist der kinesiologische Muskeltest nach wie vor eine der zuverlässigsten Methoden,
die Erfordernisse für Körper und Seele eines Menschen greifbar zu machen und - im Fall der
Diätetik - aus den unterschiedlichsten Diätkonzepten das ausschließlich für den Kranken
hilfreiche Diätprogramm individuell zusammenzustellen. So kommt der/die PatientIn wieder
zu Kräften und kann sich, wenn erforderlich, einer unter Umständen noch ausstehenden
Entgiftung und Schwermetall-Ausleitung unterziehen.