Traumarbeit

„Jeder nicht geklärte Traum ist wie ein ungelesener Brief“, so die tiefe Überzeugung des
erfahrendsten Traumtherapeuten unserer Zeit, dem Schweizer Psychiater C.G. Jung. In seiner
langjährigen Praxis als Psychotherapeut hatte er mit Klienten über 80 000 Träume „geklärt“.
Die Traumklärung unterscheidet sich von der Traumdeutung entscheidend dadurch, dass der
Therapeut sich mit eigenen Erklärungsversuchen zurückhält und den Klienten in die Bilder
seines Traumes hineinführt. Dadurch erschließen sie sich ihm aus der eigenen inneren Wahr-
nehmung heraus und können die heilbringende Wirkung der Botschaft des Traumes direkt
entfalten. Und der Mensch erhält ein persönliches Wissen über seinen Trauminhalt.
Innere Reisen sind dabei eine Möglichkeit, sich die tiefere Bedeutung eines Traumes bewusst
zu machen. Ebenso erschließen sich viele Traumbilder über Assoziationen, die dann in einer
Releasing-Sitzung an alte schmerzhafte Erfahrungen heranführen, so dass diese losgelassen
werden können. Eine Traumbilder-Aufstellung ist dann angezeigt, wenn es darum geht,
über „das Feld der Erscheinungen“ tiefere Erkenntnisse zu gewinnen und gleichzeitig die
innere Ordnung in einer äußerlich sichtbaren, rituellen Handlung wieder herzustellen. Diese
spezielle Form des Transparenten Familienstellens® wende ich vor allem im Rahmen
meiner eintägigen Gruppenaufstellungen sowie in dem einmal monatlich stattfindenden
Abendkurs unter dem Stichwort „CHARLOTTE-Seminar“ an (siehe Rubrik „Seminare und
Vorträge“).

Der kinesiologische Muskeltest gibt Aufschluss darüber, in welcher Art und Weise man sich
am wirkungsvollsten einem Traumbild annähert – ein in jedem Fall lohnendes Abenteuer.
Achten Sie auf Ihre Träume und notieren Sie sich das, was sie noch wissen, gleich morgens
beim Wachwerden.

Traumbilder-Releasing

Manche Menschen träumen jede Nacht, manche meinen, sie träumten gar nicht. Tatsächlich
ist das nächtliche Verarbeiten von Tageseindrücken ein Vorgang, der automatisch geschieht,
solange ein Mensch schlafen kann. Deshalb ist es auch so qualvoll und für Körper und Geist
sehr gefährlich, wenn die Ebene des Tiefschlafs über längere Zeit ausbleibt. Wir träumen also
in Wirklichkeit jede Nacht, aber nicht immer bleibt etwas davon auf der Ebene des Wach-
bewusstseins zurück und für uns greifbar. Werden Traumbilder am nächsten Morgen noch
erinnert, sind sie in der Regel Schätze besonders in Bezug auf die Releasing-Arbeit, die uns
sanft, leicht und unmittelbar an die hinter den Traumbildern verborgenen Botschaften und
unerlösten Seelenerinnerungen heran führt und uns die Angst auch vor den sogenannten
„Albträumen“ nimmt, hinter denen sich fast immer wahre Juwelen für den weiteren Lebens-
weg eines Menschen verbergen. Anhand von Träumen lässt sich zudem erkennen, wo ein
Mensch steht, ob sich die in der Therapie bearbeiteten Themen auf der Ebene des Unter-
bewusstseins geordnet haben und in wie weit der Betreffenden dadurch wieder mit dem „roten
Faden“ seiner Lebensspur verbunden ist.

Innere Reisen

Unter dem Begriff Innere Reisen sind die verschiedensten Methoden der von mir eingesetz-
ten Trancen zusammengefasst. So kann es in einer Einzelsitzung sinnvoll sein, einen inneren
Zustand zu „bereisen“ und mit ihm Erfahrungen zu machen – über innere Bilder oder auch
nur über das Gefühl, das da spürbar wird. Auf der Ebene des Unterbewusstseins lassen sich
Heilungsprozesse sehr erfolgreich mit Farbtrancen oder Trance-Reisen mit inneren Lösungs-
bildern unterstützen. Dabei handelt es sich bei vielen Beschwerdebildern um einen überstar-
ken Druck, dem der Klient/Patient nicht gewachsen ist. Nicht selten verbirgt sich dahinter
allerdings eine – häufig unterdrückte - innere Wut, die über Imagination in der Freiheit der
inneren Welten ihre explosive Kraft freigeben und damit in vielen Fällen auch körperliche
Beschwerden erlösen kann.
Die Innere Reise orientiert sich immer an der Wahrnehmung des Klienten. Sie geht nur so
weit, wie er mitgehen kann; innere Grenzen anzunehmen, kann eine Erleichterung bringen,
die ein forciertes Grenzüberschreiten niemals erreichen könnte. Therapeutin und Patient
stoßen miteinander in Neuland vor, wobei der Patient die Richtung vorgibt, immer ermutigt
und unterstützt durch die Therapeutin. So lassen sich seelische Altlasten in der Tiefenent-
spannung mittels einer solchen Trance-Reise gezielt finden und in ein heilsames Bild oder
Gefühl verwandeln. Da der Klient/Patient auf der Ebene der Tiefenentspannung bei vollem
Bewusstsein ist und bleibt, kann er jede innere Bewegung bewusst nachvollziehen und immer
frei entscheiden, ob er mitzugehen bereit ist oder noch Zeit braucht. Dadurch lernt sich ein
Mensch besser kennen und auch in seinen Widerständen anzunehmen. Das daraus entstehende
Gefühl der Freude und inneren Freiheit ist für viele eine bislang völlig neue Erfahrung und
wird als sehr beglückend empfunden. Manchmal öffnet sich allein dadurch die Tür für den
auch körperlichen Heilungsweg.

Bei Gruppen-Trancen ermutigt vor allem der sich an die Innere Reise oder geführte
Trance-Reise anschließende Erfahrungsaustausch der Teilnehmer untereinander und mit der
Seminarleiterin. Da jeder seine eigenen Eindrücke und Erlebnisse einbringen kann, wird es
auch für Anfänger leichter, sich für die Erfahrungen zu öffnen, von denen die anderen
berichten. Innere Ängste und Vorbehalte können besser überwunden werden, wenn andere
von ihren inneren Gefühlen und Wahrnehmungen damit berichten. Und mit ein bisschen
Übung ist es dann möglich, innerlich loszulassen und tiefer hinein- und durch das unbekannte
Gefühl hindurchzufallen. So erfährt der Trance-Reisende beispielsweise, dass hinter der
Angst eine unerwartete Leichtigkeit und innere Freude zu finden sind. Und allein durch diese
Erfahrung können Ängste verschwinden, die zuvor im Alltag beherrschend waren (in der
Gruppe treffen wir uns in der Regel an einem Donnerstag im Monat; nähere Informationen
finden Sie auf dieser Seite unter der Rubrik „Aktuelle Termine“).

Welches die geeignete Zugangsweise im einzelnen ist, entscheidet auch hier wieder der
kinesiologische Muskeltest. Nicht jedes persönliche Thema eignet sich dazu, in einer Gruppe
bearbeitet zu werden. Ein persönliches Vorgespräch mit Austestung kann da Aufschluss
bringen.