Was Heilung bedeutet

Heilung ist ein innerer Vorgang, ausgelöst durch die Korrektur der ursprünglichen,
Körper, Geist und Seele betreffenden Selbstzerstörungs-Programme. So jedenfalls stellt es
sich mir seit vielen Jahren in meiner therapeutischen Praxis dar. Wenn also die eigentliche
Ursache für die Erkrankung gefunden ist – und die liegt fast immer in der Tiefe des
Unterbewusstseins verborgen – gibt es verschiedene Wege, das meist aus früheren seelischen
Verletzungen resultierende, negative Lebenskonzept so zu verändern, dass der Mensch mit
neuem Mut und neuer Kraft dann auch durch die körperlichen Reinigungsprozesse gehen
kann.
Dabei ist es unumgänglich, den Körper zu unterstützen, allerdings ohne die Entgiftungsreak-
tionen zu unterdrücken. In der Regel bedarf es dabei auch der entsprechenden begleitenden
Medikamente und therapeutischen Maßnahmen, die die nun möglichen Reparaturen in der
Stofflichkeit gezielt lenken. Da unser Körper in der Regel seit der frühesten Kindheit durch
Ängste und Sorgen „festgehalten“ hat, braucht er für die Heilung auch entsprechend viel Zeit
und den Freiraum, diese alten Vergiftungen und Verschlackungen auf natürlichem Wege
loszuwerden. Deshalb arbeite ich mit meinen Patienten in großen Abständen, so dass sich die
Wirkung der energetischen und auch stofflichen Medikamente entfalten kann und gleichzeitig
eine Erneuerung der alten und kranken Zellen möglich wird (was nicht bedeutet, dass jede
Erkrankung geheilt werden kann; Ziel ist immer nur der nächste - ganzheitliche - Schritt).

Ganzheitliche Heilung vollzieht sich also nicht durch ein augenblicklich auf allen Ebenen
manifestiertes Wunder, sondern sie folgt dem inneren Prinzip des Loslassens in die Freiheit
von Seele, Geist und Körper, durch welche sich das "Wunder" letztendlich in vielen kleinen
und manchmal auch größeren Veränderungen ausdrückt - immer ohne Garantie, wohin dieser
Prozess der Veränderung letztendlich führt.

Diesen Weg begleite ich mit verschiedenen mir zur Verfügung stehenden, in 20 Jahren erlern-
ten und in der therapeutischen Praxis vertieften ganzheitlichen Methoden. Durch die Möglich-
keit, über den kinesiologischen Muskeltest Erfolg und Nichterfolg direkt am Patienten zu
überprüfen, konnte ich entdecken, dass es so etwas wie einen „roten Faden“ im Leben eines
jedes Menschen gibt, der ihm helfen will, sich auf ein Ziel hin zu orientieren. Dieses Ziel sind
Gesundheit und Gleichgewicht auf den drei Ebenen Körper, Geist und Seele. Meine Arbeit
besteht also darin, Menschen mit diesem „roten Faden“ wieder in Kontakt zu bringen und
ihnen zu helfen, ein Gespür dafür zu entwickeln, wann sie mit ihrem „roten Faden“ verbunden
sind und wann und wodurch sie sich davon entfernt haben.

Sollte ein Mensch sich allzu weit von dem entfernt haben, was Bert Hellinger und Dr. ISA
Lindwall die „natürliche“ oder „universale“ Ordnung nennen, braucht es manchmal
auch Instrumente, die über das „normale“ Maß hinaus in destruktive Prozesse eingreifen
können und/oder etwas zutiefst Heilsames bewirken. Die Methoden Releasing und die von
mir zum Transparenten Familienstellen® weiterentwickelte Aufstellungsarbeit sind dabei
bestens dazu geeignet, ein solches „Wunder“ zu bewirken – weil sie vor allem dort wirken,
wo bisher niemand hingeschaut hat. Auch die sogenannte Transpersonale Heilarbeit,
die sich in den Jahren meiner Arbeit mit Releasing zu einem völlig eigenständigen
Instrument entwickelt hat, ist manchmal angezeigt, wo ein Körper bis über die Grenzen des
Erträglichen belastet ist, eigentlich nichts mehr wirkt und der Mensch - oft ohne es
wahrhaben zu wollen - dem Tod bereits ins Auge blickt. Da gilt es nun, den Blick zu halten
und den Tod ins Leben mit einzubeziehen, der uns dann vielleicht noch ein „Weilchen am
Leben lässt“ – immer einen neuen Tag, immer ein Geschenk des Lebens, immer zutiefst
freundlich, und immer ohne Garantie(!)...

Denn "heilsame Bewegungen" bedeuten nicht automatisch, dass eine Krankheit zuverlässig geheilt
werden kann oder beispielsweise ein Krebsgeschehen einfach verschwindet. Jedes Heilungs-
versprechen disqualifiziert den Behandler und schürt Erwartungen, die Patient wie Therapeut
gleichermaßen im Wege stehen.
Heilung aus ganzheitlicher Sicht bedeutet etwas völlig anderes:
Ich gehe einen Schritt in die richtige Richtung, ich verändere etwas und lasse alles andere
geschehen. "Heilung" in Form eines totalen Freiwerdens von destruktiven Erkrankungen liegt
- so wie das Mysterium des Lebens - außerhalb unseres menschlichen Einflusses. Aus meiner Sicht
ist es unabdingbar, dass sich Therapeut wie Patient dessen immer bewusst sind und auch bleiben.

Behandelbare Krankheiten

Zunächst gibt es aus ganzheitlicher Sicht keine aussichtslosen Krankheiten, wobei sich jedoch
die Frage stellt, wie lange und in welchem Ausmaß ein Körpersystem schon „blockiert“ ist.
Solche tieferen – und in der Regel seelischen – „Blockaden“ sind häufig der Grund dafür,
dass selbst beste und wirkungsvollste Therapien nicht oder nicht genügend anschlagen und
Menschen dann von BehandlerIn zu BehandlerIn ziehen. Zunächst gilt es deshalb, auf den
Körper zu hören – über den kinesiologischen Muskeltest ergeben sich sehr klare und über-
zeugende Ergebnisse – und die wirklichen Bedürfnisse, insbesondere die der Seele, zu
erkennen. So ist es meist notwendig, den inneren Konflikt eines Menschen und/oder auch
seines Familiensystems mit viel Feingefühl zu benennen und mit therapeutischen Mitteln
aufzulösen.
Insbesondere bei allergischen Krankheiten geht es um ganz verschiedene Lösungselemente:
Mineralmängel, Vergiftungen, innere Isolation, Übernahme für liebe Angehörige etc. Auch
das Phänomen der unkonzentrierten und in vielerlei Hinsicht hochbegabten Kinder unserer
Zeit muss auf diese Weise kein ungelöstes Rätsel bleiben: Hier sind neben Vergiftungen,
Mineralmängeln, versteckten Allergien und ungelösten Nackenschlussreflexen oft auch
Wahrnehmungsstörungen und/oder versteckt wirkende Traumatisierungen zu beheben. Und
die Rückenkranken erfahren Linderung und Heilung, nicht nur indem der/die schmerzhafte/n
Wirbel in seine/ihre ursprüngliche Stellung (sanft) zurück geschoben wird/werden, sondern
auch und vor allem, weil in Verbindung mit Releasing die dort wirkenden seelischen Lasten
ebenfalls mit bearbeitet werden.

Und so hat jede Erkrankung ihre Geschichte mit vielen Türen, hinter denen schmerzhafte
Seelenerinnerungen auf die drei (der Releasing-Methode ihren Namen gebenden) Worte „Ich
lasse los - für meine Seele…“ warten. Denn die Releasing-Methode dient hierbei als ein
zuverlässiger Schlüssel, um Altes, Schmerzliches und Begrenzendes zu verabschieden und
einen Menschen wieder mit seiner ursprünglichen, alles überstrahlenden Lebenskraft zu ver-
binden, die aus sich selbst heraus wirkt und den Gesetzen der (natürlichen) Ordnung folgt.
Am Ende aber entscheidet nicht der Mensch, sondern immer das Schicksal, und wir - Patient
wie Behandler - beugen uns, stimmen zu und schließen Frieden.